Palmer Luckey verlaesst Oculus/Facebook

Dieses Thema im Forum "VR Branche & Business" wurde erstellt von Fuchur, 30. März 2017.

  1. Na, ich hab den bericht auch so verstanden^^ und wenn auf den gehaltscheck facebook statt oculus steht verstehe ich das auch als firmen- bzw arbeitsgeberwechsel ;) ich lehn mich dann mal aus den fenster und behaupte das es dann ja eigendlich auch keinen grund mehr geben würde die marke oculus weiter zu führen, da es ja immer noch die namesgebung bzw das image von lucky gibt und es statt dessen als facebookvr weiter zu führen. Allerdings das dann eher in weiter ferne, und auch nur falls der verkauf stagniert.

    Ich denke mal eher das es lucky jetzt so ähnlich wie notch nach den verkauf von mojang gehen wird.
     
  2. Facebook drückt ja schon Oculus sein Sigel fester auf. Vrodo schreibt seine Artikel auch schon so, als würde die Marke Oculus bald ersetzt. Ich finde die Marke Oculus eigentlich schon so fest integriert, dass eine Umbenennung in meinen Augen nicht förderlich wäre, es sei denn man verbindet das mit einer großen Werbekampagne, z.B. im Rahmen der Veröffentlichung der Facebook App (wann kommt die eigentlich endlich raus?)
    Für den langfristigen Erfolg von VR war die Übernahme von Oculus durch Facebook jedenfalls extrem wichtig.
     
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  3. Für uns Nerds ist Oculus ein großes Ding; am allgemeinen Consumermarkt dürfte es aber noch relativ peripher sein. Und Facebook kennt jeder, ob VR-interessiert oder nicht. Wenn Facebook überhaupt vorhat, die VR Sparte irgendwann unter der Facebook Marke zu promoten, ist jetzt der richtige Zeitpunkt, diesen Schritt zu vollziehen. Sie haben eine mehr als ausreichende Pietätszeit abgewartet nach der Übernahme, um Oculus peu-a-peu zu integrieren, wie man das auch tun sollte, und das wäre jetzt der letzte Schritt um den Prozeß abzurunden. Die Oculus Fans hatten genug Zeit, sich an die neue Realität zu gewöhnen und jetzt wäre, mit Abgang des Gründers, der ideale Zeitpunkt dafür.

    Ich weiß nicht, ob VR ohne die Facebook Übernahme nicht erfolgreich gewesen wäre, glaube ehrlich gesagt, dass das auch sonst geklappt hätte, aber so sind sie eben nicht auf kurzfristige Gewinne/Kostendeckung angewiesen und konnten ordentlich Content (und hoffentlich auch Grundlagenforschung für kommende CV Generationen) fördern, dafür bin ich schon dankbar, wenn ich auch nicht besonderer Fan von Facebook's Kernprodukt bin.
     
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  4. nach den vielen Problemen mit Palmer Luckey war das abzusehen.
    Ich denke auch er kann es mit seinem neuen Job nur noch besser treffen.
    Sein Name war schon länger verbrannt.

    Aber natürlich finde ich das auch traurig für ihn das er nun kein teil mehr von seinem Baby miehr ist.
    Erinnert mich irgendwie an die Serie "Startup."
    Sehr empfehlenswert für die die noch nicht kennen ;).
    So ähnlich stelle ich mir seine Übernahme auch vor.
    Es wird gewunken mit den tollsten versprechen aber als blutiger anfänger hat man halt überhaupt keinen Plan vom geschäftsleben und
    wird vermutlich nur über den Tisch gezogen.

    Wenn er vorher gewusst hätte wie sich das ganze Entwickelt hatte er dem Deal vermutlich niemals zugestimmt.
    Aber für uns ist das gut.

    Gerade wenn man sich dazu den Artikel von Matthias einmal durchliesst :)

    https://vrodo.de/oculus-rift-facebook-geld-finanziert-die-vr-branche/
     
  5. Naja, für den Anteil an den 3 Milliarden die an Luckey gegangen sind hätte ich mich auch über den Tisch ziehen lassen. Wenn er nicht so sagenhaft dämlich in der Aussendarstellung gewesen wäre, wäre er auch sicher das Gesicht von Oculus geblieben. Ich denke nicht das Zuckrerberg von Anfang an vor hatte ihn abzusägen, aber Luckey hat ihm ja quasi keine Wahl gelassen. Ich denke Oculus - powerd bei Facebook ist eine solide Marke. Sie sollten natürlich das Facebook Branding deutlicher hervorheben als es derzeit der Fall ist und Oculus mehr als Produkt darstellen, ich finde aber die Aufmachung von Oculus in Kombination mit Oculus Home schon sehr gelungen. Steam VR wirkt dagegen schon fast stümperhaft. Ich würde aber so schnell wie möglich mehr soziale Komponenten in Home integrieren, was sicher geplant ist und vor allem Oculus home für andere Brillen öffnen. Das einzige was mich derzeit eher dazu bewegt meine Aps bei Steam zu kaufen ist der Umstand, dass ich diese dann mit beiden Brillen nutzen kann, obwohl mir Oculus Home als Plattform deutlich besser gefällt. Würde auch zu Facebook, das ja dafür bekannt ist die Menschen miteinander zu vernetzen, viel besser passen. Gerade wenn jetzt immer mehr VR Brillen auf den Markt kommen, kann man am Walet Garden nicht länger festhalten. Was nutzt die beste Facebook App wenn ich viele Nutzer davon ausschließe. Das kann Zuckerberg nicht langfristig wollen und die Facebook app über Steam anbieten ist sicher nicht die Lösung die man anstrebt.
     
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  6. Weiß ich nicht. Es stimmt, es gibt schon häufiger Übernahmen, bei denen dem Key Personnel alles Mögliche in Sachen Road Map Entscheidungsbefugnissen, usw. versprochen wird, und es sich nachher herausstellt, dass derjenige, der den Laden übernimmt, sich doch schon ziemlich genaue Vorstellungen davon gemacht hatte oder macht, und diese dann doch durchsetzt. Und da das den meisten Beteiligten auch von Anfang an schon klar ist oder zumindest schwant, gibt es für diese Personen meistens satte Boni dafür, zumindest noch 1, 2 Jahre an Bord zu bleiben. Und häufig sind sie dann auch direkt danach weg.

    Hier ist es eine etwas ungewöhnlichere Konstellation, was Palmer angeht. Er war zwar Founder bei Oculus, aber eben nicht der Macher, Manager, Übervater im Laden - er war schon intern wohl fast mehr ein strategic advisor als echter Funktionsträger, lediglich nach draußen war er quasi der Chief Marketing Officer oder Ambassador. (sorry, etwas viele Anglizismen). Insofern glaube ich ehrlich gesagt, dass er eine wesentlich beschränktere Funktion hatte als der Durchschnitts-CEO, der er ja auch nicht war. Fairerweise muß man sagen, dass er diese auch in guter Einschätzung seiner eigenen Fähigkeiten freiwillig so gewählt hat, und den Iribe's & Co. den Betrieb des Start-Ups von Anfang an überlassen hat.

    Daher glaube ich, dass seine Rolle, daran zu glauben, dass jetzt der richtige Zeitpunkt gekommen ist um VR durchstartet zu lassen und die Durchführbarkeitsstudie in Form des Prototypen zu basteln, schon größtenteils erfüllt war und er vielleicht auch gar nicht mehr so viel hinzuzufügen hatte. Mission accomplished. Insofern muß man nicht unbedingt Mitleid mit ihm haben. Aber klar, wenn die Sache mit dem Ballpark, negativem Community Feedback auf den Verkauf an Facebook und Nimble America nicht gewesen wäre, hätte er vielleicht gerne noch die Rolle des Chief VR Evangelist in der VR Industrie ausgefüllt, das vermute ich schon. Insofern wird er sicher nicht nur zufrieden sein, dieser Abgang durch die Hintertür ist natürlich schon nicht so toll.
     
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  7. Ich wollt´, ich wär´ nochmal 24 ( und Millionär :rolleyes:). Der soll erstmal sein Studium fertig machen und was eigenes auf die Beine stellen.
    Hoffe er nimmt Sinnvolles aus den Erfahrungen seiner letzten Jahre mit.
     
  8. Hahaha. Ich bin 42 und hab nicht ein Zehntel so viel "Sinnvolles" gemacht wie Palmer...

    Egal ob die Legende vom Garagenschrauber oder die vom miesen Dieb nun stimmt, ohne Palmer gäbe es heute kein VR.

    Ich an seiner Stelle wüsste, was ich machen würde. Andererseits hätte ich auch nicht Werbung für Trump gemacht... :D
     
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  9. Tja, wer ein soziales Netzwerk "missbraucht" um nen Präsidentschaftskandidaten im Wahlkampf öffentlich zu "dissen", braucht sich nicht zu wundern wenn er am Ende selbst zum "Gedissten" wird ;)
     
  10. Eher um EINEN Präsidentschaftskandidaten zu dissen. Geschickt / angemessen fand ich das auch nicht und doch steht es in keinem Verhältnis zu den sich daraus ergebenden Konsequenzen.

    Aber in den USA ist es wie hier: Wer nicht die zumindes in den "Eliten" vorherrschende politische Mainstream-Meinung unterstützt, hat es auch im Geschäftsleben schwer. Erinnert mich an meine Kindheit / früheJugend in der DDR. Die gestaltende Führungsschicht wird von einem Gros der Bevölkerung entkoppelt und nimmt deren Stimmung nicht mehr war. Wohin das widerum in den USA führt, erleben wir gerade.

    Möchte das Thema aber hier nicht weiter vertiefen.
     
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