Motion / Simulation Sickness - Was tun wenn man darunter leidet?

Dieses Thema im Forum "VR Hilfe: Fragen & Antworten" wurde erstellt von Klebaer, 26. April 2016.

  1. Muss mal den Thread noch mal hoch holen. ;)

    Gibt es eigentlich irgendwo eine Liste mit Tipps, die man beachten sollte um Motion Sickness zu reduzieren? Also so etwas was Betroffene auch als eine Art Checkliste durchgehen können um gewisse Dinge wie Hardware (zu wenig FPS) etc. auszuschließen?

    Weniger jetzt für mich, mehr für Leute die davon betroffen sind, um selbst etwas zu haben worauf man sie einfach verweisen kann. ^^
     
  2. Meine erste aussage ist immer: "Pause machen, wenn das erste Motion Sickness Gefühl einsetzt und notgedrungen am nächsten Tag erst wieder in die VR eintauchen." In der Regel sollte man die erste Besserung damit schon nach 4-7 Tagen bereits deutlich merken. Wenn man jetzt nicht einer von dem geringen Prozent ist, welcher mit Motion Sickness wirklich gestraft ist. Jedoch bei diesem kleinen Kreis muss ich auch sagen, dass Fälle bekannt sind, welche mit VR Training nach einem Monat sagen: "Joar doch es wird etwas besser."

    Der Mensch ist hoch anpassungsfähig und zu vielem in der Lage, vorausgesetzt es wird Trainiert.
    Dabei ist es eigentlich nur eine Frage der Zeit und dem eigenem Training, bis eine deutliche Besserung eintrifft.

    Ansonsten eigentlich nur noch der Tipp bei einem Mainstream PC, alle Grafischen Details runter drehen!


    Oder wolltest Du jetzt eher Tipps in Richtung Esoterik und oder Medikamente?
     
  3. Absolut alles was Jemandem helfen kann und mindestens einer schon bestätigt hat, dass es ihm geholfen hat. Dinge zu empfehlen, die auf reiner Vermutung basieren, bringen ja auch nichts außer je nach dem Geld aus dem Fenster zu werfen. ^^

    Aber eigentlich hatte ich eher direkt nach einem Guide oder so etwas gefragt, einige Dinge aufzählen die helfen kann ich auch. ^^

    Wenn es so etwas nämlich nicht gib überlege ich in meinem Blog mal so etwas zu schreiben, auf den ich dann zumindest selbst dann verweisen kann.
     
  4. Dann würde ich ganz klar sagen Trainieren, bei der breiten Masse tritt eine Besserung nach wenigen Tagen ein.
    Gänzlich abtrainieren kann man es denke ich nicht, wenn man sehr Motion Sickness anfällig ist.
    Doch sollte man nie in der anfänglichen VR-Phase versuchen es durchzuziehen und sich später wundern, warum man gänzlich flach liegt.
    Regelmäßige Pausen und vielleicht Seating\Cockpit-Spiele präferieren anfänglich?

    Welche Tipps könntest Du denn noch beitragen?

    [Edit]
    Hab leider Deine Editierung nicht mehr gesehen.
    Im Bezug auf einem Guide, fällt mir eigentlich nur der Artikel (2016) von den VR-Nerds ein.
    Was hilft gegen Motion Sickness in VR?
     
    #124 SolKutTeR, 5. Oktober 2017
    Zuletzt bearbeitet: 5. Oktober 2017
  5. Die Wahl der ersten Spiele halte ich für nicht unerheblich. Hier meine persönliche Erfahrung:

    Die OR installiert und kalibriert (nur Grundausstattung ohne Touch) , danach "Dreamdeck"-Tutorial mehrmals (ca. 5 mal) angeschaut weil es so neu war und so beeindruckend (dabei Grinsen im Gesicht gehabt, kein Wunder denn ich habe 25 Jahre auf so ein VR-Home-System gewartet, jetzt war es endlich so weit). Danach habe ich gleich den "Lucky's Tale" ausprobiert, ein Spiel so gar nicht für mich aber wegen VR doch sehr beindruckend und Wert es zu spielen), dank der "von Außen"-Perspektive" ist es sehr schonend was den VR-Magen angeht und eignet sich gut für den Einstieg.
    Nach drei oder vier Tagen war das Spiel durch. Ich habe mir auch kostenlose VR-Anwendungen wie "Face Your Fears" reingezogen und wollte mehr.
    Danach habe ich die "Elite" im VR zum Laufen gekriegt und paar Stunden gespielt. Dank der Cockpit-Perspektive auch eine sehr schonende Erfahrung. Dabei sollte es eigentlich bleiben denn ich habe mir die OR vor allem für die "Elite" gekauft.

    Hier war ich aber schon angefixt und holte mir die Touch-Kontroller. Wieder installiert, kalibriert und fürs erste "Dead and Buried" ausprobiert, auch super Ding für den Anfang, keine Bewegung (das Spiel spielt man im Stehen aber ohne Laufen) sorgt für gute Bekömmlichkeit. Erstmal durchgespielt (so 2 oder 3 Tage) mit vielen (Zigaretten-)Pausen zwischendurch um sich zu erholen und abkühlen.
    Danach kostenlosen "Robo Recall" ausprobiert. Dies hat mich (im positiven Sinne) voll umgehauen. Das Spiel ist so dermaßen spitze, ich habe tatsächlich leise Rufe des Erstaunens von mir gegeben ("Alter...", "Boah" und "das gibt's doch gar nicht", "Hammer!" und solches :D). Auch hier viele Pausen denn spielen im Stehen ist gar nicht so ohne (die Füße tun nach paar Stunden weh).

    Nach der ersten durchgezockten VR-Nacht revidierte ich meine Ansichten zum Thema "VR und der Massenmarkt", ich sehe zwar den großen Ansturm der "Normalos" immer noch nicht aber für die HardCore-Gruppe gibt es eigentlich nichts besseres. Da "Robo Recall" mit Teleport arbeitet ist es auch sehr schonend was VR-Sickness angeht und bereitete mir keinerlei Probleme. Game durchgezockt und ich wollte mehr...

    "Arizona Sunshine" gekauft und... bamm, relativ heftige Beschwerden bei freier Lokomotion. Da ich aber bis zum diesen Zeitpunkt sehr gute Erfahrungen gemacht habe lies ich mich überhaupt nicht entmutigen und ne Zeit später war auch diese Hürde gemeistert.
    Danach kostenlosen "Pro Fishing Challenge VR" das man im Sitzen oder Stehen spielt, "Battlezone" (Cockpit also gefahrlos), dann "Euro Truck Simulator 2" (der ist heftig, man sitzt zwar im LKW-Cockpit aber das Spiel ruckelt und zuckt unaufhörlich was anstrengend ist: egal, dann hat viele Pausen), "Adr1ft" ist auch heftig, ich frage mich warum es ist nicht schnell, sehr gemächlich...


    Ich könnte noch so weiter aufzählen aber mir geht es um das Prinzip, um das Prinzip der langsamen Annäherung und behutsamen Anhebung des VR-Anspruchs. Es hat gut funktioniert und mittlerweile kann ich problemlos mehrere Stunden ohne kleinste Sickness-Beschwerden in der VR verbringen. Unbegrenzt auch nicht, hier melden sich wiederum die Augen bei zu heftigen Gebrauch.

    Das Unwohlsein jedenfalls ist wegtrainiert und ich kann ohne Probleme die wildesten Luft-Kapriolen bei "Ultrawings" schlagen ohne jegliche Sensationen, was ich auch allen Cybernauten wünsche.

    Gruß
     
    #125 Gregor Van Stroyny, 5. Oktober 2017
    Zuletzt bearbeitet: 5. Oktober 2017
    MacDeath und Cmdr.ECO gefällt das.
  6. Cockpit Spiele sind da nicht die beste Wahl, eher VR Erfahrungen die man generell im Sitzen erleben kann und bei denen wenig Aktion ist und entsprechend ruhiger sind.

    Ja, der Artikel ist nicht übel, aber hat noch Luft für Verbesserungen, z.B. fehlt der Hinweis auf Ingwer.

    Auch ist Motion Sickness ja nicht ganz korrekt, in VR ist es ja eher das Gegenteil, man wird "krank" weil man Bewegung erwartet, aber keine da ist. Bei Motion Sickness ist es ja weil man sich bewegt, aber man keine Bewegung erwartet (Buch im Auto lesen, Schiff bei starkem Wellengang... ist auch bei mir auch Instant Übelkeit). Darum kann man bei VR auch nicht unbedingt sagen, das Jeder, dem im Auto beim Buch lesen schlecht wird, auch in VR Probleme haben wird. Daher nennt man das ja in dem Bereich auch Simulation Sickness.

    Ich glaub ich schreib da wirklich mal nen Artikel in meinem Blog. ^^
     
    SolKutTeR gefällt das.
  7. Also ich kann mal für mein teil die Erfahrung niederschreiben die ich hatte. Ich hab mit der psvr angefangen und hatte wirklich Hardcore sickness ... spiele ohne Bewegung funktionieren am Anfang am besten allerdings am besten auch im sitzen . Autorennen hab ich nich mal ne runde geschafft dann wurde mir extremst schlecht .Auch alles andere mit bewegung ging garnicht . Aber ich hab nicht aufgegeben und nach ca ein jahr jetzt muss ich sagen hab ich nur in in sehr schlechten programmierten erfahrung motion sickness . Autorennen spiele ich 4 std am stück jetzt bis die brille unbequem wird .Auch wenn ich mal Monate nicht gezockt hab stellt sich keine sickness ein .Also für mein teil gibts es sogenannte vr legs die man sich antrainieren kann man darf halt nicht aufgeben und muss sich zeit lassen und auf keinen fall bei anzeichen von sickness weiterzocken immer schön absetzen und nächsten tag wieder versuchen !
     
  8. Guten Morgen,
    Im April 2016 war ich auf einem Segelschiff unterwegs und habe mir die Seele aus dem Leib gekotzt. Diese 5 Stunden waren wirklich sehr schlimm für mich und ich hätte mit dem Teil noch zurück gemusst, konnte das dann aber, glücklicher Weiße, mit dem Zug tun.
    Kurz danach kam meine erste richtige VR-Brille an, die HTC-Vive.
    [​IMG]
    Hier noch mal ein Bild des Schiffes. Der Wellengang war schon recht heftig.

    Nach einiger Nutzung von VR-Brillen, aktuell die Rift CV1, konnte ich das wegtrainieren und bin vor einer Woche wieder auf einem Schiff gewesen inkl. ordentlichem Wellengang.
    Auch die klassischen Fehler wie auf den Boden schauen, sodas man nicht mehr vom Horizont sieht konnten mir nichts mehr anhaben.
    Fazit, VR kann MS auf jeden Fall heilen und das ganze sogar "spielerisch".


    https://photos.app.goo.gl/bNCys92oaxxpiaMn7

    Grüße Manu
     
  9. Also kiffen und dann zocken :D